*†.Can.You.see.my.Tears.†*

Tanz in den Tod

 

„Ja, das ist er!“, dachte sich Jamie, als sich ihre Blicke berührten. Er sah einfach zu gut aus! Das Herz rutschte ihr in die Hose, als er sie auch noch zum Tanzen aufforderte. Wie konnte ihr so etwas passieren? „5 – 6 – 7 – 8“, rief der Tanzlehrer durch den Raum; wie in Trance bewegte sie sich zu der Musik. Er legte seine Hände auf ihre Hüften. Ihr wurde ganz heiß, aber sie fühlte sich großartig. „Oh diese grünen Augen.“ Sie schienen durch den Raum zu schweben.Der Tanzlehrer applaudierte sichtlich begeistert von ihrer Show. „Lass mich bitte nie wieder los!“, dachte Jamie, doch zu schnell verflog dieser Traum wieder: Mr. Riley legte eine Pause ein. „Und gleich möchte ich, dass sich alle so bewegen wie Jamie und Nick.“

Nick. So war also sein Name. Sogleich rannte das Mädchen zu ihren Freundinnen, die sie für ihren Tanzpartner beneideten. Jessica – eine 1,80 große Blondine – musste mit Kevin tanzen. Er war etwa ein Kopf kleiner als sie und starrte deshalb stundenlang auf ihren Busen. Und Nadine – eine schüchterne Rothaarige – hatte den ebenso schüchternen Robert als Partner, der trotz seiner Schüchternheit gar nicht so schlecht aussah. Und Jamie – brünett, die jüngste von den drei Freundinnen – musste sich natürlich den Gutaussehendsten des ganzen Kurses schnappen.
Sie probten für einen Marathon-Tanzwettbewerb, denn ein Fest ihrer Schule stand bevor. Nach der zweiten oder dritten Stunde bat er sie schon um ein Date. Sie hätte Luftsprünge machen können, jedoch zügelte sie ihre Aufregung und Leidenschaft für den fremden Jungen. So ging sie also mit einem Kribbeln im Bauch (als wären Millionen Schmetterlinge darin) nach Hause. Sie Überhörte die Ratschläge und Warnungen ihrer Freundinnen sich so schnell auf jemanden einzulassen. Sie übersah sogar das Auto, dass hupend und mit quietschenden Reifen noch ihren Rockzipfel berührte, als sie über die Straße ging.
Am Abend des nächsten Tages war es so weit. Man sah ihr die Nervosität an. Zitternd strich sie den Eyeliner von einem zum anderen Auge. Ihre Wangen waren leicht errötet und die Stirn ganz heiß. „Diese sanften Hände“, schwärmte sie. Dann holte das Klingeln ihrer Tür sie in die Realität zurück. Sie ließ alles stehen und liegen und rannte die alte Holztreppe hinunter, die sie sonst nur mit Vorsicht betrat. Da stand er. Groß und muskulös. Sein Blick brachte sie zum Lächeln. Nick hatte sogar eine Rose mitgebracht. Es war perfekt fand Jamie.
Vor ihrer Tür stand Nicks Türkisfarbener Mini. Ein schönes Auto, fand Jamie. Ihr Vater hingegen sagte dazu immer das wäre ein „flitzender Leichenwagen“. Nick kutschierte sie zu dem angesagtesten und teuersten Restaurant in der Stadt. Er gab ihr ein zauberhaftes Menü (wie sie es noch nie gesehen hatte) aus. Wie sich nach dem Hauptgericht herausstellte war seine Mutter Designerin und hatte sogar bei einigen großen Modeshows mitgewirkt. Sein Vater war Chef irgendeiner größeren Firma. Er war nicht nur beliebt, sah gut aus und war romantisch – er hatte auch noch Geld! Das muss wirklich ein Traum sein dachte Jamie und kniff sich in den Arm. *Autsch* Zum Glück hatte Nick es nicht gesehen. Er lächelte sie nur an und das machte sie zu dem glücklichsten Menschen der Welt.
Er reichte ihr höflich den Mantel. Die drei Stunden schon vorbei. Es war Zehn Uhr. Viel zu spät fand Jamie. Sie hätte noch weitere drei Stunden in seinen wunderschönen Augen versinken können.
Der Teenager parkte in ihrer Straße und begleitete sein Date noch zur Tür. Nick verabschiedete sich mit einem Kuss, der Jamie auf Wolke Sieben schweben ließ.


Man tuschelte schon hinter ihrem Rücken. Sie spürte die Blicke auf ihrem Körper, als sie durch den langen Korridor ging. Doch das störte sie nicht. Jamie war selbstbewusst und sah heute ganz besonders hinreißend aus. Sie war eindeutig verliebt und das gab ihr ein Gefühl der Macht.
In ihrem Spind lag ein Brief für sie: „Halt dich von ihm fern, oder du bist tot“ Nicht gerade nett, wie Jamie fand, aber sie dachte nur an einen miesen Scherz von neidischen Mitschülerinnen.
Da war Nick. Er küsste sie auf die Stirn. Alles war so wunderbar. Doch trotz ihrer guten Laune fragte sie ihn nach Exfreundinnen wegen des Briefes. Aber er sagte nur er wisse von niemanden etwas und sie solle ich nicht solche Gedanken darüber machen.
Am Nachmittag war die üblich die Tanzstunde und es sollten nur noch 48 Stunden bis zu dem entscheidendem Tag sein. Auch in dieser Tanzstunde träumte Jamie vor sich hin, denn es war einfach ein wunderbares Gefühl in Nicks Armen zu liegen. Obwohl sie auch diesmal merkte, dass man hinter ihrem Rücken tuschelte.


Dann war es endlich soweit. Der Tanzmarathon stand bevor und alle die hübschen Jungs und Mädchen standen in Abendkleidung vor der Halle in der das Fest stattfand. Eine Reihe von Leuten hatte sich schon angesammelt. Man zählte einen Countdown und ein Walzer wurde angestimmt. Nach fünf Stunden und dreiundzwanzig Minuten gaben schon einige auf und verließen die Tanzfläche. Das Mädchen konnte keineswegs mehr auf ihren Stöckelschuhen laufen, deshalb konnte man Gelächter nicht vermeiden.
Siebzehn Stunden waren bereits vergangen, Auch Jamies Freundinnen hatten schon aufgegeben. Jetzt standen nur noch 5 Pärchen auf der Bühne, von denen ab und an ein paar angefeuert wurden. Das Publikum verringerte sich, je später es wurde. Weitere drei Stunden später waren nur noch zwei Paare auf der Tanzfläche. Jamie und Nick. Und irgendjemand anderes. Jamie konnte nicht viel erkennen. Ihr war schon etwas schwindelig. Doch an Aufgeben dachte sie nicht! Das würden die Beiden jetzt auch noch schaffen.
Nick konnte sie kaum noch halten, denn sie sackte in sich zusammen. Ihr wurde schwarz vor Augen und als sie auf dem Boden lag bemerkte sie einen stechenden Schmerz in der Hüfte. Als sie um sich griff um sich wieder hoch zu ziehen rutschte sie mit den Händen weg. Das einzige was sie fühlte war ihr eigenes Blut. Sie wurde Angeschossen. Aus Neid. Jemand hatte seine Drohung wahr gemacht. Sie hörte schon nichts mehr. Sah nur, dass es über ihr dunkel wurde, weil sich jemand über sie beugte. Jemand kreischte und die wenigen Menschen, die noch da waren rannten weg. Obschon sie nicht wussten, dass es sie selbst nicht treffen würde. Alle fummelten an ihr herum, von weither konnte man schon Sirenen hören. Jamie zitterte. Eine Träne wurde in Nicks Augen geboren, gleitete seine Wangen hinunter und starb in Jamies Mund. Mit ihrem letzten Atemzug hauchte sie noch ein „Ich liebe dich“ hervor und schloss ihre Augen.

back.

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Guten Tag liebe Welt. Mein Name ist Mel. Ich bin 6zehn Jahre alt und wohne im Traumland. Meine Hobbies sind Musik & Internet!

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